Drei Gewohnheiten, die mir gut tun

Ich war vor einigen Wochen wirklich nicht gut drauf. Viel zu tun, das Gefühl, nicht das richtige zu machen, eine große Antriebs- und Kraftlosigkeit. Und ich war dauernd krank.

Seitdem habe ich unabhängig voneinander und auch ohne große Strategie ein paar Dinge in mein Leben eingebaut, die zusammen dafür sorgen, dass ich besser gelaunt bin und mit mehr Energie in den Tag gehe. Und Du willst wissen, welche das sind:

1. Kalt/heiß/kalt duschen

Zufällig stieß ich kürzlich auf einen Blogbeitrag, in dem es um die Vorzüge des kalt/heiß/kalt-Duschens ging. Normalerweise habe ich immer normal heiß geduscht. In dem Artikel hieß es, warm duschen sei eigentlich eine gute Methode, schläfrig und ruhig zu werden, weshalb man auch ein heißes Bad oder eine heiße Dusche Menschen empfiehlt, die nicht einschlafen können.

Morgens hingegen hat man ja eigentlich eher das Problem, in die Gänge zu kommen. Besonders ich. Morgens sieht für mich alles schlimm aus. Mücken werden zu Elefanten, alle Aufgaben sind unlösbar, alle Menschen sind doof.

Doch nicht mehr, seit ich eine neue Duschtechnik habe. Und die geht so: Ich dusche erst einmal wie immer heiß, seife mich ein etc. Wenn ich fertig bin und normalerweise die Dusche beendet hätte, drehe ich den Hahn auf so kalt es geht und dusche ca. 20 Sekunden kalt. Dann drehe ich wieder auf heiß für weitere 20 Sekunden. Danach noch einmal 20 Sekunden kalt und die Dusche ist beendet.

Der Effekt: Der Kreislauf ist angeregt und ich komme voller Energie aus der Dusche. In den ersten Tagen gab ich animalische Laute von mir, während das kalte Wasser auf mich einprasselte. Mittlerweile muss ich eher einfach nur Grinsen; das ist ja auch ein guter Start in den Tag. Es ist natürlich nicht angenehm, kalt zu duschen. Aber das Leiden hört sofort auf, sobald ich das kalte Wasser abdrehe, es wird mir warm und ich habe Energie. Dafür zahle ich gerne den Preis des kurzen Leidens. Probiere es aus!

2. Crossfit

Über Crossfit bin ich vor Jahren das erste Mal gestolpert. Fast hätte ich in Chiang Mai 2012 angefangen, Crossfit zu machen. Aber irgendwie dann doch nicht. Crossfit ist knapp gesagt so eine Art Zirkeltraining in kleinen Gruppen und hat seine Wurzeln im Drill des amerikanischen Militärs und in schwitzigen Garagen, wo sich Leute zum gemeinsam Trainieren trafen.

Die Trainer und das ganze Konzept sind wirklich gut. Der Teamspirit ist klasse, es läuft Musik und es gibt keine Ausreden. Jeder leidet auf seinem Niveau. Und danach sind alle happy (mehr Info über Crossfit z.B. bei den Erfindern).

Jeder leidet auf seinem Niveau. Und danach sind alle happy.

Als wir schließlich das Bata eröffnet haben, fand ich direkt auf unserem Gelände die Box (so nennen sich Crossfit-Studios) von Crossfit Mitte. Tja, und es hat nur ein weiteres Jahr gedauert, bis ich es endlich ausprobiert habe.

Ich befinde mich gerade am Ende meines Probemonats, bin also noch in der Anfangseuphorie. Aber ich merke jetzt schon Fortschritte.

Weniger in Sachen körperlicher Fitness (noch nicht…); das herausragende Element von Crossfit ist für mich, dass ich noch nie einen Sport gemacht habe, in dem ich in so kurzer Zeit (weniger als eine Stunde) so an meine Grenzen gehe. Besondern am Ende einer Klasse gibt es immer ein ca. 20 Minuten dauerndes Workout, wo ich nach 5-8 Minuten schon denke, ich kann nicht mehr. Wirklich nicht. Nicht nur nicht wollen – nicht können.

Und dann mache ich irgendwie doch weiter bis zum Ende. Und es ist schrecklich.

Und dann mache ich irgendwie doch weiter bis zum Ende. Und es ist schrecklich. Es brennt. Ich hechle. Meine Muskeln versagen. Und ich will nur noch weg. Dann sagt der Trainer freundlich, aber bestimmt:“Mach noch eine Wiederholung mehr.“ Und ich mache eine mehr. Dann sagt er: „Mach noch eine Wiederholung mehr.“ Dann weiß ich, dass ich aus der Nummer nicht raus komme, bevor die 20 Minuten rum sind.

Und danach ist es geil, weil ich es gemacht habe. Ich bin jemand, der gerne mit etwas aufhört, sobald es anstrengend wird. Insofern bringt Crossfit mir, neben körperlicher Fitness, vor allem Übung darin, meine Komfortzone zu verlassen.

3. Täglich schreiben

Ich habe das Schreiben wirklich vermisst. Das merke ich aber immer erst dann, wenn ich es wieder tue. Ich habe kürzlich „Superhuman by habit“ von meinem Lieblingsblogger Tynan gelesen. Eines seiner im Buch beschriebenen Habits ist es, jeden Tag einen Blogbeitrag zu verfassen. Die besten zwei veröffentlicht er dann. Das führt dazu, dass er einen Riesenfundus an fertigen Beiträgen hat. Und: Es ist eigentlich egal, was er jeden Tag schreibt und wie gut es ist, da er den Text im Zweifel ja nicht veröffentlichen muss.

Seit zwei Wochen tue ich es Tynan gleich. Ich habe mich verpflichtet, jeden Tag von Montag bis Freitag morgens einen Text zu schreiben. Das kann für heldenleben.com sein, für meinen Billardblog oder auch für eines meiner anderen Projekte. Oder einfach nur ein Freewriting, was so in meinem Kopf los ist. Es macht großen Spaß, ich schreibe völlig ohne Druck und ich habe morgens nach einer halben Stunde schreiben schon etwas produziert. Das gibt mir einen guten Start in den Tag.

Was sind Deine Angewohnheiten, mit denen Du Dich besser fühlst? Schreib einen Kommentar!

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