Das Schlimmste, das Beste und acht weitere Fragen Mein Beitrag zu einer "Blogparade"

Eine Blogparade ist eine Aktion mit einem bescheuerten Namen, die Spaß macht. Mehrere Blogger schreiben zu einem Thema. Stephan Wießler hat eine solche ins Leben gerufen, mit 10 persönlichen Fragen an den Blogger. Und weil ich die Fragen gut fand, liest Du jetzt meine Antworten darauf!

1. Was ist das Schlimmste, was Dir jemals passiert ist?

Ich habe das große Glück, dass mir noch nie etwas richtig Schlimmes passiert ist. Ich habe zum Beispiel noch nie einen mir nahe stehenden Menschen durch Tod verloren. Ich glaube aber auch, dass ich eine große innere Stärke habe, die mich davor schützt, Dinge überhaupt als richtig „schlimm“ zu betrachten. Oder vielleicht hatte ich einfach Glück bisher.

Weiterhin denke ich, dass auch alle unangenehmen, traurigen oder schrecklichen Dinge mich zu dem machen, der ich bin. Und mit dem bin ich ziemlich zufrieden. Ich definiere „das Schlimmste“ also so, dass ich mich in dem Moment des Geschehens sehr schlimm fühlte, auch wenn ich es heute als logischen Teil meines Lebens betrachte, der mich weitergebracht hat.

Für das wirklich schlimmste Gefühl gehe ich weit zurück. Das war der Abend im Alter von zehn, als ich meine Eltern streiten hörte und schließlich meinen Vater mit gepackten Koffern in der Tür sah. Damit war die unbeschwerte Kindheit vorbei und ich habe mich, glaube ich, nie mehr in einem Moment so schlimm gefühlt.

Mittlerweile betrachte ich es allerdings als Teil von mir. Die Summe meiner Erfahrungen, ob gut oder schlecht, hat mich zu dem gemacht hat, der ich bin. Und das ist gut. Mir ist übrigens auch ganz wichtig, dass meine Eltern wissen, dass ich ihnen keine Vorwürfe für irgendetwas mache. Im Gegenteil und wie schon gesagt: Ich bin komplett mit allen meinen Erfahrungen und bin ihnen dankbar für alles. Und damit meine ich alles.

2. Was ist das Beste?

Das Beste war, im Alter von 20 Jahren mit dem täglichen Kiffen aufzuhören. Nicht nur wegen der Sache an sich, sondern weil es als Symbol für spätere Entwicklungen steht. Mit diesem Schritt habe ich das erste Mal als Erwachsener Verantwortung für mein Leben übernommen und eine bewusste Entscheidung getroffen, mein Leben zu ändern. Das war der Beginn von vielen guten Entscheidungen, mich permanent weiterzuentwickeln und für mein Glück selbst verantwortlich zu sein.

3. Was ist Deine Vision?

Das ist eine verdammt gute Frage, die ich noch nicht beantworten kann. Ich arbeite seit längerem mit dem Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ und dem dazugehörigen Workbook, wo Weg Nr. 2 genau darauf abzielt: „Schon am Anfang das Ende im Sinn haben“.

Teil meiner Vision ist, dass ich ein großzügiges Einkommen passiv erziele, andere inspiriere, an sich zu arbeiten, Bücher schreibe, kreativ bin, viel reise und Erfahrungen sammle und dass ich permanent neue Dinge lerne und mich persönlich weiterentwickle. Die längere, ausgefeilte Version wird sicher mal ein eigener Blogbeitrag…

4. Warum bloggst Du?

Ich möchte andere inspirieren, ihr Ding zu machen. Und ich schreibe gerne.

Anfang 2012 habe ich alle meine Sachen verkauft und verschenkt und habe angefangen, als digitaler Nomade zu leben. Das heißt, ortsunabhängig zu leben und von dort zu arbeiten, wo ich gerade bin. Damals begann ich, unter der Domain patrickinternational.de zu bloggen, hauptsächlich für meine Freunde und Familie, damit ich nicht so viele Emails oder Postkarten schreiben muss.

Mit dem Blog Camp im März 2013 änderte ich dann den Namen auf heldenleben.com und begann, auch mehr an mir unbekannte Leser zu denken, die sich für meine Themen interessieren: ortsunabhängiges Arbeiten, Selbständigkeit und persönliche Weiterentwicklung.

5. Wie viel Geld hast Du jetzt gerade auf dem Konto?

Ich habe verschiedene Privatkonten. Addiert habe ich derzeit € 2320,32 auf diesen Konten.

6. Hast Du einen Traum, den Du Dir noch nicht erfüllen konntest?

Es gibt viele Dinge, die ich noch nicht gemacht habe und machen möchte. Mein Traum ist, ein gutes Einkommen passiv zu erzielen. Ich möchte nicht mehr für Geld arbeiten. Ich verspreche mir davon Freiheit (auch wenn das unten gezeigte Video von Peter Koenig mich daran zweifeln lässt…). Und dann gibt es viele Dinge, die ich verwirklichen würde, siehe zum Beispiel diese hier (nicht ganz aktuell, aber egal).

7. Wo und wie wohnst Du?

Derzeit lebe ich in Berlin in einem kleinen Appartment in der Innenstadt. Ich bin seit 2012 digitaler Nomade und komme mit sehr wenig Besitz aus. So sieht auch meine Wohnung aus.

In 2012 und 2013 habe ich immer nur wenige Wochen oder Monate an einem Ort verbracht, in Südostasien, in Berlin und Helsinki. Da ich in 2014 in Berlin einen Billardsalon am Hauptbahnhof aufgebaut habe, habe ich mir in Berlin wieder eine kleine Wohnung gesucht, in der ich derzeit sehr minimalistisch lebe. Für 2015 habe ich den Plan, wieder mehr zu reisen.

8. Was würdest Du tun, wenn Du ab jetzt finanziell ausgesorgt hättest?

Ich würde weniger für Geld arbeiten und mehr Projekte umsetzen, die kein Geld verdienen müssen. Mein tägliches Leben würde wohl nicht so anders aussehen. Ich würde wieder mehr reisen, mehr lesen und schreiben. Und alle möglichen spannenden Projekte umsetzen, zum Beispiel Segeln lernen oder zu großen Billard-Turnieren um die Welt reisen.

9. Was ist Deine größte Angst?

Meine größte Angst ist es ehrlich gesagt, beruflich nicht so erfolgreich zu werden, wie ich es mir vorstelle. Dass meine Vision von großzügigem passiven Einkommen nicht eintrifft und ich mein Leben lang einer Vision hinterherrenne, die immer unwahrscheinlicher wird. Und im Zuge dessen, damit es sich nicht so schlimm anfühlt, immer kleiner denke und meine Ambitionen herunterschraube. So wie in diesem Zitat:

Our great danger in this life is not that we aim too high and fail, but that we aim too low and succeed. (Rollo Tomassi)

Mit dieser Angst geht auch einher, festzustellen, dass ich vielleicht nicht so viel Potential  und Talent habe, wie ich denke. Dass ich vielleicht kreativ und schlau bin, mir aber das gewisse Etwas fehlt, um ein erfolgreicher Unternehmer zu sein.

10. Wen würdest gerne persönlich mal treffen?

Da gibt es viele Menschen. Als erstes fallen mir Autoren von Büchern und Blogs ein, die mich beeinflusst oder beeindruckt haben. Oder erfolgreiche Unternehmer und Menschen, die etwas Großes bewegt haben. Das wären zum Beispiel Richard Branson, Tim Ferriss, Dschingis Khan, TynanNiall Doherty.

Und andere interessante Menschen, die etwas zu sagen haben. Gestern zum Beispiel habe ich dieses Video gesehen und würde den portraitierten Geldforscher Peter Koenig gerne einmal treffen:

Und dann gibt es noch einen faszinierenden Gedanken, der aber nie Realität werden wird: Ich würde gerne mir nahestehenden Personen und auch mir selbst in anderen Zeiten begegnen. Zum Beispiel meinen Eltern in meinem jetzigen Alter, mir selbst als Kind und Jugendlicher oder auch als altem Mann. Ich fände es einfach faszinierend zu sehen, wie viel von meinem (oder deren) aktuellem Selbst in der Vergangenheits- oder Zukunftsversion steckt.

Hier findest Du mehr Beiträge zur gleichen Blogparade:

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